Südamerika

17 hochkarätige elsässische Dörfer und mittelalterliche Städte

Eine reizvolle Art, das Elsass zu erkunden, ist eine Reise durch die malerischen Ausläufer der Vogesen und entlang der Rheinebene. Das gesamte Gebiet ist ein von der UNESCO geschützter regionaler Naturpark. Von Molsheim über die historischen Städte Obernai und Colmar bis nach Guebwiller führt eine Fahrtroute durch die unberührte, ländliche Landschaft und parallel zum mäandernden Rhein.

Die Route führt zu bezaubernden kleinen Weilern, charmanten Bauerndörfern und hervorragend erhaltenen mittelalterlichen Städten, in denen bunte Topfblumen auf den Fensterbänken der pastellfarbenen Fachwerkhäuser sprießen und schmale Kopfsteinpflastergassen zu einem angenehmen Spaziergang einladen, bei dem man sich in die Vergangenheit zurückversetzt fühlt.

In unserer Liste der schönsten elsässischen Dörfer und mittelalterlichen Städte finden Sie die besten Orte, die Sie in dieser wunderschönen Region besuchen können.

1. Colmar

Colmar

Colmar

Die zierliche, malerische Schönheit von Colmar täuscht über seine Bedeutung als Kulturzentrum seit dem 13. Jahrhundert hinweg (insbesondere während der protestantischen Reformation im 16.) Mit seinen historischen Stadtvierteln, den verwinkelten Fußgängerzonen und den stimmungsvollen Kanälen hat sich Colmar den Charme einer vergangenen Epoche bewahrt.

Typisch für die Region sind die Fachwerkhäuser der Stadt mit ihren Balkonen, die im Frühjahr und Sommer mit blühenden Geranien geschmückt sind. Colmar hat sich aufgrund seiner üppigen Blumenpracht den Titel “Ville Fleurie” (Blühende Stadt) verdient.

In dieser typischen elsässischen Stadt herrscht eine Atmosphäre der alten Welt, vor allem im Viertel Krutenau. In diesem Viertel, das auch als “Klein-Venedig” bezeichnet wird, können Touristen eine Bootsfahrt auf den Kanälen unternehmen.

Im historischen Stadtzentrum finden sich prächtige Bauwerke wie das Maison des Têtes , ein prächtiges Renaissance-Haus, und das Maison Pfister , eines der schönsten alten Häuser aus dem 16.

Jahrhundert. Um schöne Kunst zu bewundern, ist das Musée Unterlinden ein Muss, während das Koïfhus (Altes Zollhaus) einen Einblick in die blühende Handelstätigkeit Colmars im Mittelalter gibt.

2. Riquewihr

Riquewihr

Riquewihr

Eingebettet zwischen den Vogesenkämmen und der weiten Ebene des Elsass ist Riquewihr eines der “Plus Beaux Villages de France” (Schönste Dörfer Frankreichs). Von weitem sieht Riquewihr mit seinem Kirchturm, der das Dorf überragt, aus wie eine Zeichnung aus einem Kinderbuch.

Riquewihr ist ein typisches elsässisches Dorf mit vielen historischen Fachwerkhäusern, die mit blühenden Balkonen geschmückt sind. Der Charme des Dorfes wird durch die schönen öffentlichen Plätze mit ihren Springbrunnen noch verstärkt.

Die Hauptstraße des Dorfes, die Rue du Général-de-Gaulle, ist ein schöner Ort für einen gemütlichen Spaziergang. Die Rue du Général-de-Gaulle endet am Dolder-Torturm, der 1291 erbaut wurde und heute ein Museum beherbergt.

Für ein so kleines Dorf gibt es zahlreiche Cafés, Bäckereien, Boutiquen und Restaurants, die die vielen Touristen anziehen, die das ganze Jahr über kommen.

3. Obernai

Obernai

Obernai

Etwa 25 Kilometer südlich von Straßburg hat die Freie Reichsstadt des Heiligen Römischen Reiches ihr mittelalterliches Ambiente bewahrt, das sich im Turm aus dem 13. Jahrhundert, den alten Stadttoren, den engen Fußgängerzonen und den charakteristischen Bürgerhäusern widerspiegelt.

Auf dem P lace du Marché (Marktplatz) stehen Häuser aus der Gotik und der Renaissance, die der Stadt ein elegantes Flair verleihen. Auf diesem malerischen Platz mit Kopfsteinpflaster steht das Hôtel de Ville (Rathaus), das mit seiner verschnörkelten Neorenaissance-Fassade die Blicke auf sich zieht.

Nur einen kurzen Spaziergang vom Place du Marché entfernt befindet sich das Fremdenverkehrsamt am Place Beffroi, das in einem malerischen, mit Blumen geschmückten Fachwerkhaus untergebracht ist. Ganz in der Nähe, vor dem Hôtel de la Cloche, befindet sich einer der schönsten Orte von Obernai, der Puits aux Six Seaux (Sechs-Eimer-Brunnen) aus dem Jahr 1579.

Vom Puits aux Six Seaux aus gelangt man zu Fuß zum Place de l’Étoile, einem schönen Platz mit kantigen Fachwerkhäusern und Storchennestern auf den Dächern.

Eine der besten Jahreszeiten für einen Besuch in Obernai ist die Ferienzeit. Die Besucher genießen die gesellige Atmosphäre der typisch elsässischen Weihnachtsfeier der Stadt. Ein prächtiger Weihnachtsbaum und zauberhafte Lichter schmücken die Stadt, während ein festlicher Marché de Noël (Weihnachtsmarkt) Kunsthandwerker versammelt, die authentisches lokales Kunsthandwerk verkaufen.

4. Kaysersberg

Kaysersberg

Kaysersberg

Die Ruinen einer alten Kaiserburg erinnern an die glanzvolle Vergangenheit Kaysersbergs als Freie Reichsstadt. Mit Resten mittelalterlicher Stadtmauern, einer romanischen Kirche (Eglise Sainte-Croix), historischen Fachwerkhäusern und Bürgerhäusern aus der Renaissance bietet Kaysersberg ein reizvolles Ambiente der alten Welt.

Wer den Zauber der Weihnachtszeit im Elsass erleben möchte, sollte Kaysersberg im Dezember ganz oben auf seiner Reiseroute haben. Festliche Beleuchtungen und altmodische Weihnachtsdekoration verleihen der Stadt während der Saison, die um den 25. November beginnt und bis zum Neujahrstag andauert, ein bezauberndes Ambiente.

Der Marché de Noël (Weihnachtsmarkt) der Stadt zieht wegen seiner authentischen Dekoration und seiner fröhlichen Atmosphäre viele Besucher an. Die Weihnachtseinkäufer schätzen den Kunsthandwerkermarkt, auf dem eine Reihe von Händlern handgefertigte Artikel wie Keramik, Schmuck, Christbaumschmuck, Lebkuchen, Konfitüren, Kougelhopf und andere saisonale Spezialitäten anbieten.

5. Ribeauvillé

Ribeauvillé historic houses with floral displays

Historische Häuser in Ribeauvillé mit Blumenschmuck

Dieses hübsche kleine Dorf (nur vier Kilometer von Riquewihr entfernt) erblüht buchstäblich vor Ursprünglichkeit. Im Frühling und Sommer schmücken Topfblumen die Fensterbänke der hübschen historischen Häuser, aber auch öffentliche Plätze wie Brunnen und Statuen.

Dank dieser außergewöhnlichen Blumenpracht hat Ribeauvillé den Titel “Village Fleuri” mit vier Sternen erhalten – die höchste Auszeichnung. Der Zauber des Dorfes zeigt sich auch in seinen stimmungsvollen Kopfsteinpflasterstraßen und kleinen Plätzen.

Um das mittelalterliche Erbe von Ribeauvillé zu erleben, sollten Touristen im September zum Pfifferdaj (Fiedlerfest) kommen. Im Mittelalter wurde Ribeauvillé vom Grafen von Ribeaupierre regiert, der als “König” der fahrenden Musikanten der Region bekannt war. Diese zahlten ihm Abgaben für seinen Schutz und versammelten sich alljährlich in Ribeauvillé zu einem Minnesängerfest (“Pfifferdaj”, das noch immer jedes Jahr am ersten Sonntag im September gefeiert wird).

Die mittelalterlichen Feierlichkeiten werden in Ribeauvillé mit dem Mittelalterlichen Weihnachtsmarkt fortgesetzt. Die Besucher tauchen ein in die Magie eines altmodischen elsässischen Weihnachtsfestes mit Marktständen, an denen Weihnachtsschmuck, Kunsthandwerk und mittelalterliche Köstlichkeiten verkauft werden. Troubadoure (Sänger, Clowns, Tänzer) unterhalten die Besucher und tragen zur authentischen Atmosphäre bei.

Weitere kulturelle Veranstaltungen sind das Kougelhopf-Festival Anfang Mai (das dem speziellen Kuchen aus Rosinen und Mandeln gewidmet ist) und das Festival de Musique Ancienne, das von Mitte September bis Oktober ein Programm mit Musikkonzerten (mit Schwerpunkt auf Mittelalter, Renaissance und Barock) bietet.

6. Eguisheim

Eguisheim

Eguisheim

Das typisch elsässische Dorf Eguisheim (fünf Kilometer von Colmar entfernt) liegt in einem sonnigen Tal, umgeben von den mit Weinreben bewachsenen Ausläufern der Vogesen.

Aufgrund seiner Schönheit und seines Charmes hat das Dorf zahlreiche Auszeichnungen erhalten: Es ist eines der “Plus Beaux Villages” Frankreichs, Gewinner des “Grand Prix National du Fleurissement”, des renommiertesten nationalen Blumenpreises Frankreichs, und wurde 2013 zum “Village préféré des Français” (Lieblingsdorf Frankreichs) gewählt.

Das Dorf ist eine Ansammlung bezaubernder Kopfsteinpflaster-Gassen, die sich in einem konzentrischen Muster schlängeln und das Gefühl vermitteln, sich in einer Märchenwelt zu befinden. Die bunt bemalten Fachwerkhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert haben dekorative Fensterbänke, die mit bunten Topfblumen geschmückt sind.

Das bezaubernde Ambiente von Eguisheim macht es zu einem der beliebtesten Weihnachtsziele im Elsass. Das Dorf feiert die Weihnachtszeit mit einem festlichen Marché de Noël (Weihnachtsmarkt) nach elsässischer Tradition.

7. Sélestat

Selestat

Selestat

Sélestat verfügt über ein reiches kulturelles Erbe, das im 8. Jahrhundert als karolingische Festung und später als Freie Reichsstadt des Heiligen Römischen Reiches begann. Die Stadt liegt nur 35 Autominuten (50 Kilometer) von Straßburg entfernt.

Die Stadt entwickelte sich im 15. und 16. Jahrhundert zu einem Zentrum des Humanismus und ist heute als “Ville d’Art et d’Histoire” (Stadt der Kunst und Geschichte) anerkannt. Als Zeugnis ihres reichen kulturellen Erbes besitzt Sélestat eine 1452 gegründete Bibliothek, die Tausende von wertvollen Handschriften aus dem 7. bis 16.

Im Zentrum der Stadt steht das klassizistische Hôtel de Ville (Rathaus) aus dem 18. Jahrhundert, und in der Nähe befinden sich zwei herausragende Kirchen: die dreitürmige romanische Eglise Sainte-Foy und die Eglise Saint-Georges aus dem 13. Jahrhundert mit modernen Glasfenstern von Max Ingrand.

Eines der schönsten Erlebnisse in Sélestat ist der Besuch des Maison du Pain d’Alsace , eines Museums und einer Bäckerei, die sich mit der Kunst und den Techniken des elsässischen Backens beschäftigt. Die Besucher können den Bäckern bei der Herstellung lokaler Spezialitäten wie Brezeln, Kougelhopf, Brioche, Bredele (Weihnachtsgebäck) und einer Vielzahl von Brotsorten zusehen (und später im Coffeeshop probieren).

8. Münstertal

Muhlbach-sur-Munster

Muhlbach-sur-Munster

Das für seinen Käse berühmte Münstertal ist ein idealer Ausgangspunkt für die Erkundung der “Route du Fromage” (Käsestraße). Im Maison du Fromage (Käsemuseum) und in den Gasthöfen der Bauernhöfe können die Besucher dieses Gourmet-Erlebnis mit einer Käseprobe beginnen.

Feinschmecker werden die gemütlichen Restaurants der Region zu schätzen wissen, die sich auf die regionale Küche (bekannt für ihre deftigen Gerichte) spezialisiert haben. Zu den lokalen Spezialitäten gehören Fleischkiechles, Baeckeoffe, Forelle in einer speziellen Soße und Tartes Flambées (Pizza nach elsässischer Art mit Sahne und Emmentaler Käse).

Die traditionellen Märkte sind ein Markenzeichen der authentischen Küche der Region. Auf dem Place du Marché in Munster findet dienstags und samstags vormittags ein Markt im Freien statt. In der Stadt Muhlbach-sur-Munster (fünf Kilometer von Munster entfernt) kommen die Händler am Sonntagmorgen zum Marché du Terroir (Markt des Terroirs) auf den Place du Weier, um Brot, Käse und andere Produkte des Terroirs zu verkaufen.

Für die Erkundung des Elsass ist das Münstertal ein hervorragender Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Vogesendörfern wie Eguisheim (20 km entfernt), Hattstatt (25 km entfernt) und Rouffach (30 km entfernt). Die Städte Turckheim und Colmar sind beide in 30 Autominuten zu erreichen.

9. Dambach-la-Ville

Dambach-la-Ville

Dambach-la-Ville

Die mittelalterliche Stadt mit ihren Stadtmauern ist von einer verträumten Hügellandschaft mit Weinbergen umgeben. Die herrliche Naturkulisse bildet den perfekten Gegenpol zu den bunt bemalten Fachwerkhäusern der Stadt. Besucher können die Schönheit von Dambach-la-Ville entdecken, während sie durch ein Labyrinth aus gewundenen Kopfsteinpflasterstraßen schlendern.

Für weitere Spaziergänge durch die malerische Landschaft müssen die Reisenden nur etwas außerhalb von Dambach-la-Ville gehen, wo es viele Wanderwege durch die Landschaft gibt.

Ein weiteres Ausflugsziel ist das acht Kilometer entfernte Dorf Epfig, das idyllisch inmitten von mit Weinreben bewachsenen Ausläufern liegt. Das Dorf besitzt eine seltene romanische Kapelle aus dem 11. Jahrhundert, die Chapelle Sainte-Marguerite.

Dambach-la-Ville ist ein reizvoller Ort für einen Besuch während der Fête de la Myrtille (Blaubeerfest), die alle zwei Jahre im Juli stattfindet. Dieses lebhafte Fest lockt zahlreiche Besucher an, die die frischen Blaubeeren und die handgefertigten Blaubeerkuchen, -torten un d-säfte probieren möchten.

Ein weiteres festliches Ereignis ist der Marché de Noël, der jedes Jahr Anfang Dezember die Stadt mit Live-Musik und einem traditionellen Handwerksmarkt in Weihnachtsstimmung versetzt. An Dutzenden von Ständen auf dem Place du Marché und im Rathaus und im Salle de la Laube werden einzigartige Weihnachtsdekorationen und Geschenkartikel angeboten.

10. Rosheim

Rosheim

Rosheim

Malerische, mit Weinreben bedeckte Hügel umhüllen diese hübsche Kleinstadt mit ihren blumengeschmückten Fachwerkhäusern. Das umliegende Pays du Mont Sainte-Odile (Land des Mont Sainte-Odile) bietet malerische Spazier- und Wanderwege, die vom Frühjahr bis zum Herbst viele Besucher anziehen.

Die nur sechs Kilometer von Obernai entfernte historische Stadt war eine weitere Freie Reichsstadt des Heiligen Römischen Reiches. Die mittelalterliche Stadtmauer mit ihren Tortürmen und die Eglise Saint-Pierre-et-Saint-Paul aus dem 12. Jahrhundert, eine der schönsten romanischen Kirchen des Elsass, die für ihren kunstvollen Skulpturenschmuck bekannt ist, zeugen von der Vergangenheit der Stadt.

Ebenso faszinierend ist die Tatsache, dass es in der Stadt bereits seit 1215 eine jüdische Gemeinde gibt. Die jüdische Synagoge aus dem 19. Jahrhundert ist heute zwar geschlossen, aber ihre neoromanische Fassade ist noch zu besichtigen.

11. Molsheim

The picturesque village of Molsheim

Das malerische Dorf Molsheim

Die mittelalterliche Stadt Molsheim bietet in einem Labyrinth aus kopfsteingepflasterten Straßen wunderbar erhaltene alte Häuser und historische Denkmäler.

Der Besucher sollte seinen Rundgang auf dem P lace du Marché (dem alten Marktplatz) beginnen und dann ein paar Straßen weiter zum Place de l’Hôtel de Ville gehen, um das Haus der Metzgerzunft aus dem 16. Jahrhundert zu besichtigen. Im Erdgeschoss der Metzig befindet sich heute ein Restaurant mit authentischer elsässischer Küche.

Am Rande der Stadt steht die 1617 erbaute Eglise des Jésuites. Diese monumentale Kirche ist eines der schönsten Beispiele der Jesuitenarchitektur im Elsass.

12. Turckheim

Turckheim

Turckheim

Turckheim liegt im grünen Münstertal, nur sechs Kilometer von Colmar entfernt, und ist ein geschichtsträchtiger Ort. Der Besucher betritt die Stadt durch ihre mittelalterlichen Tore, Überreste der alten Stadtmauern: die Porte de France aus dem 14. Jahrhundert, die Porte de Munster und die Porte du Brand.

Andere gut erhaltene Denkmäler erzählen die Geschichte der Stadt weiter. Die romanische Eglise Sainte-Anne stammt aus dem 12. Das Corps de Garde aus dem 16. Jahrhundert war ein Versammlungsraum, der von den Zünften der Stadt genutzt wurde, während das Hôtel de Ville (Rathaus) aus dem 17. Jahrhundert als Gerichtshof diente, als Turckheim eine Reichsstadt war (vom 14. bis 17. Jahrhundert).

In Turckheim finden das ganze Jahr über verschiedene Veranstaltungen statt, wie das Osterfest und das Autorennen von Trois-Epis.

Berühmt ist das Dorf auch für seinen Marché de Noël (Weihnachtsfest vom 1. bis 24. Dezember), zu dem ein Adventskalender-Ritual am Rathaus mit Kerzenanzünden, Weihnachtsliedern und “Wiehnachts Bredele” (Weihnachtsgebäck) gehört.

Ein Höhepunkt der Weihnachtszeit in Türkheim ist das Village des Lutins, ein Weihnachtsdorf mit kleinen Häusern (Läden), die von lokalen Kunsthandwerkern gestaltet wurden, die ihr Kunsthandwerk präsentieren. Jeden Abend werden Weihnachtsgeschenke und Leckereien wie Muffins verteilt.

13. Andlau

Andlau

Andlau | Spiterman / Foto geändert

Andlau ist ein malerisches Dorf in einem ruhigen Tal in der Nähe der Wälder des Vogesenvorlandes, in dem es früher viele Bären gab. Der Bär ist ein Symbol des Dorfes und hat in Andlau auch eine christliche Bedeutung.

Der örtlichen Legende zufolge zeigte ein Bär dem Heiligen Richard im 9. Jahrhundert an, wo die Abtei von Andlau gebaut werden sollte. Dies erklärt, warum Bären in der Eglise Abbatiale Saints-Pierre-et-Paul auftauchen. Die Krypta der Kirche wird von einem in Stein gehauenen Bären bewacht, und ein kleiner Bär findet sich in den kunstvollen Flachreliefs an der Außenfassade.

Weitere skurrile Bärenskulpturen schmücken öffentliche Plätze in der ganzen Stadt.

14. Mittelbergheim

Mittelbergheim

Mittelbergheim

Mittelbergheim liegt am Fuße des Berges Saint Odile in einer herrlichen Landschaft mit Weinbergen und ist eines der “Plus Beaux Villages de France”. Dieses reizvolle Dorf (drei Kilometer von Andlau entfernt) zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Einheitlichkeit des Baustils aus, wobei die meisten Gebäude aus dem 17. und 18.

Mittelbergheim ist auch für seine Gastronomie bekannt. Viele der traditionellen Restaurants des Ortes bieten Spezialitäten aus der Region an, die mit frischen Zutaten von den örtlichen Märkten zubereitet werden.

In der Adventszeit feiert die Stadt die Weihnachtszeit mit dem “Bredelmarik”, einem Markt, auf dem traditionelles elsässisches Weihnachtsgebäck angeboten wird. Der Name des Marktes leitet sich vom Wort “bredele” ab, das eine Vielzahl von Weihnachtsplätzchen beschreibt, die von Vanillekipferln über Lebkuchen bis hin zu Baiser und Haselnussplätzchen reichen.

Die Landschaft rund um Mittelbergheim ist ideal zum Wandern. Mehrere Wanderwege außerhalb des Dorfes bieten herrliche Ausblicke auf die idyllische Landschaft. Mittelbergheim ist ein guter Ort, um sich zu entspannen, die Natur zu genießen und die Lebensfreude des Elsass zu erleben.

15. Guebwiller

Eglise Saint-Leger in Guebwiller

Eglise Saint-Leger in Guebwiller

Die attraktive und kultivierte Stadt Guebwiller liegt am Fuße des “Grand Ballon”, des höchsten Gipfels der Vogesen.

Guebwiller ist wegen seiner architektonischen Schätze als “Ville d’Art et d’Histoire” anerkannt, darunter die romanische Eglise Saint-Léger, die Eglise Saint-Michel aus dem 11. Jahrhundert und das Couvent de Saint Dominique aus dem 14. Jahrhundert, ursprünglich ein Kloster der Dominikaner von Haute-Alsace, das heute als Veranstaltungsort für Musikkonzerte genutzt wird.

Wer gerne wandert und andere Outdoor-Aktivitäten betreibt, sollte die ländliche Gegend außerhalb von Guebwiller in den Vogesen erkunden. In dieser unberührten Landschaft gibt es eine große Auswahl an Hotels und Gasthöfen, die eine Flucht in die Natur ermöglichen.

Weitere Attraktionen in der Nähe sind die Renaissance-Häuser in Soultz (vier Kilometer entfernt) und die Basilique de Thierenbach in Jungholtz (sechs Kilometer entfernt), eine prächtige Barockkirche, die ein der Jungfrau Maria geweihtes Wallfahrtsziel ist.

16. Bergheim

Bergheim

Bergheim

Dieses mittelalterliche, von einer Stadtmauer umgebene Dorf, das von den sanften Ausläufern der Vogesen umgeben ist, ist eine der wenigen elsässischen Städte, deren mittelalterliche Festungsanlagen (aus dem Jahr 1311) noch vollständig erhalten sind.

Die Touristen werden es genießen, durch die verwinkelten Gassen des Dorfes zu schlendern, entlang der Festungsmauern zu spazieren und den Jardin d’Aneth zu besuchen, einen mittelalterlichen Garten, in dem Beeren und Heilpflanzen angebaut werden.

Bei einem Rundgang durch das Dorf sollte man auch den Place du Marché besuchen, um den Brunnen mit dem Wappen des Dorfes zu bewundern, die Grand Rue mit ihren hübschen, blumengeschmückten Häusern und die Kirche Notre-Dame de l’Assomption (Pfarrkirche).

17. Hunawihr

Hunawihr

Hunawihr

Die Schönheit und Romantik von Hunawihr hat ihm einen Platz auf der Liste der “Les Plus Beaux Villages de France” eingebracht. “Umgeben von mit Weinreben bewachsenen Hügeln und Wäldern, bietet dieser gemütliche Weiler ruhige Straßen mit blumengeschmückten Fachwerkhäusern.

Neben seinem pastoralen Charme bietet Hunawihr einige einzigartige Touristenattraktionen: den Schmetterlingsgarten, in dem exotische Schmetterlinge in Gewächshäusern, die natürlichen Lebensräumen nachempfunden sind, gedeihen, und das Zentrum für die Wiederansiedlung von Störchen, das einheimische Störche wieder auswildert, um das Überleben dieser bedrohten Art zu sichern.

Das Dorf besitzt auch eine Wehrkirche, die Eglise Saint-Jacques le Majeur aus dem 15. bis 16. Jahrhundert, in der die Dorfbewohner in Zeiten der Invasion Zuflucht fanden. Dieses Bauwerk ist ein seltenes Beispiel für religiöse Verteidigungsarchitektur.

Andere interessante Orte

Château du Haut-Koenigsbourg

Aerial view of Château du Haut-Koenigsbourg

Luftaufnahme von Château du Haut-Koenigsbourg

Diese atemberaubende Burg (15 km von Ribeauvillé und 10 km von Bergheim entfernt) ist ein wichtiges Symbol des elsässischen Kulturerbes. Wie viele mittelalterliche Festungen liegt auch das majestätische Château du Haut-Koenigsbourg auf einer beeindruckenden Höhe.

Auf einem mehr als 700 Meter hohen Felsvorsprung gelegen, war die Festung strategisch günstig gelegen, um die Landschaft zu beobachten und im Falle von Angreifern zu verteidigen. Seit die Burg im 12. Jahrhundert von den Hohenstaufen erbaut wurde, hat dieses erstaunliche Monument den Lauf der europäischen Geschichte miterlebt.

Von 1900 bis 1908 wurde das Château du Haut-Koenigsbourg in seiner ursprünglichen Pracht restauriert. Die Besichtigung des spektakulär renovierten Schlosses ist eine Freude. Die Besucher durchschreiten die Wendeltreppen, die zu den vollständig eingerichteten Wohnräumen führen.

Bemerkenswert sind auch die Zugbrücken, die Waffenkammer und die Kanonen, die an die militärische Nutzung der Festung erinnern. Von der Artillerieplattform der Grand Bastion bietet sich dem Besucher ein atemberaubendes Panorama, das die elsässische Ebene, die Vogesen und den Schwarzwald umfasst.

Die Burg verfügt auch über einen mittelalterlichen Garten mit Blumen, Pflanzen und Heilkräutern, die im Mittelalter verwendet wurden.

Mont Sainte-Odile

Monastery at Mont Sainte-Odile

Kloster auf dem Mont Sainte-Odile

Einer der spirituellen Höhepunkte einer Vogesenreise ist der Mont Saint-Odile, ein symbolträchtiges katholisches Monument des Elsass. Dieser Wallfahrtsort zieht sowohl religiöse Pilger an, die zum Beten kommen, als auch Besucher, die einfach nur die Schönheit und Ruhe des Ortes erleben wollen.

Auf einem bewaldeten Bergrücken in 753 Metern Höhe gelegen, bietet der Mont Sainte-Odile eine friedliche natürliche Umgebung und eine atemberaubende Aussicht. Mont Sainte-Odile ist nicht nur ein funktionierendes Kloster, sondern auch ein touristisches Ziel mit einem Hotel, einem Restaurant und einer Selbstbedienungs-Cafeteria.

Das Kloster Mont Sainte-Odile ist von einer zehn Kilometer langen prähistorischen Verteidigungsmauer umgeben, die als Mur Païen (Heidenmauer) bekannt ist. Die zwei Meter dicke Mauer hat eine Höhe von etwa sechs Metern. Auf dem Gipfel eines Hügels (511 m) außerhalb des modernen Klosters befindet sich der Standort des ursprünglichen Klosters Sainte-Odile, das bei einem Brand im Jahr 1546 zerstört wurde.

Neuf-Brisach

Temple Protestant in Neuf-Brisach

Protestantischer Tempel in Neuf-Brisach

Diese einzigartige befestigte Zitadelle liegt in der elsässischen Ebene an der Route Verte (Grüne Route), die in den Schwarzwald führt. Aufgrund ihres außergewöhnlichen historischen und kulturellen Wertes wurde Neuf-Brisach von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Die 1699 für König Ludwig XIV. (den Sonnenkönig) erbaute Zitadelle von Neuf-Brisach weist eine in Europa noch nie dagewesene Architektur auf und gilt als ein Meisterwerk von Vauban. Die klaren Linien der Zitadelle und ihre 48 Viertel bilden ein perfektes Achteck, eine erstaunliche architektonische Leistung.

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